Biologisch, nachhaltig und gesund - mit gutem Essen Schule machen

RegioTreff der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung in Neuhaus

Nicht nur Lernstoff sollen Kinder an den Schulen mitbekommen für ihr Leben, sondern auch viele wertvolle Anregungen für ein gesundes Essen. In der Zeit von Hamburger, Pizza und Co. ist es für die Kantinen an den Schulen eine große Herausforderung und ein wichtiger Auftrag, den Schülerinnen und Schülern einen abwechslungsreichen Speiseplan für ihr Mittagessen zu gestalten, bei dem es vor allem auch biologische Lebensmittel und vor allem auch gesunde Ernährung ankommt. Dies vermittelten Angela Dreier und Lisa Krammel von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Landshut bei RegioTreff Niederbayern der Küchen- und Kantinenleiter aus vielen Schulen an der Maria Ward Realschule in Neuhaus.

Ausgewogen und saisonal mit regionalen Lebensmitteln soll der Speiseplan in den Schulkantinen aussehen, gleichzeitig soll auch der Gedanke der Nachhaltigkeit eine große Rolle spielen. Angeregt wurde mehr Vielfalt auf dem Speiseplan auch durch vegetarische Gerichte, die Berücksichtigung der Regionalität, die Achtung auf das Tierwohl, seit kurzem auch erleichtert durch das neue „Tierwohllabel“, der Einkauf von Fair-Trade-Produkten und der Einkauf von ökologisch erzeugten Lebensmitteln. Gleichzeitig sollten die Küchenleiter auch auf eine energieeffiziente Küche achten und bestrebt sein, Lebensmittel- und Speisereste zu reduzieren. Regional bedeutet auch für Schulküchen kurze Wege, Schonung der Umwelt und Stärkung der regionalen Wirtschaft, vor allem auch der regionalen Landwirtschaft. Um den Überblick für den „richtigen“ Einkauf zu erleichtern wurden von den Referentinnen die entsprechenden Kennzeichnungen erläutert, das Siegel „Geprüfte Qualität“ im dreistufigen staatlichen Kontrollsystem, das bayerische Bio-Siegel, das es seit Ende 2015 gibt und die regionale Herkunft der Produkte garantiert und das Tierwohllabel auf Fleischprodukten im Discounter.

Schritt für Schritt soll nachhaltige Verpflegung in den Schulen ermöglicht werden. Nach dem Sammeln von Daten über die Ausgaben von Lebensmitteln unter Berücksichtigung des Anteils an regionalen und Bio-Produkten soll die „Region“ für den Bereich der jeweiligen Schulküche definiert werden. Schon kleine Veränderungen auf dem Speiseplan können Nachhaltigkeit deutlich fördern, etwa die Verringerung des Fleischanteils und attraktive vegetarische Alternativen.

Auf Grund dieser wertvollen Hintergrundinformationen machten sich die Küchenleiterinnen und -leiter an die Praxis: Es galt, einen vierwöchigen Speisplan zu erstellen, der vor allem biologische und regionale Produkte enthält und der vor allem auch der jeweiligen Jahreszeit angepasst wird. Aus dem reichen Erfahrungsschatz der Teilnehmenden ergab sich rasch ein sehr vielseitiges Angebot an gesundem Essen für die Schülerinnen und Schüler, das sich auch ohne allzu große praktische Probleme realisieren lässt. „Es ist eine wahre Kunst, beim Essen alle zufrieden zu stellen“, fasste die Neuhauser Schulleiterin Astrid Schmid die Bemühungen der Schulküchenleiterinnen und –leiter zusammen. Wie diese Kunst konkret aussehen kann, erläuterte die Küchenleiterin an der Maria Ward Realschule Christine Danböck bei einer Führung durch die Neuhauser Schulküche. 


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