Der Inn zwischen Hoffen und Bangen

Der starke und andauernde Regen in den ersten Augusttagen in Oberbayern hatte auch den Inn schnell und stark ansteigen lassen. Am 4. August wurde mit Sorge beobachtet wie schnell das Wasser anstieg: Hochwassergefahr! Das bedeutete in Neuhaus, vor allem auch rund um die Realschule, die Insel, das Schloss Alarmbereitschaft. Die Feuerwehr Neuhaus mit ihrem Kommandanten Klaus Schifferer und mit Erich Hallhuber, der bereits 2013 den Hochwassereinsatz geleitet hatte, begann schon frühzeitig mit den Sicherungsmaßnahmen, die bereits mehrfach geübt worden waren. Mit Unterstützung von Hausmeister Konrad Obermeier und Franz Hamberger wurde der Hochwasserschutz auf der Gartenseite eingebaut: Das Tor wurde mit Stahlschienen verschlossen, die Fenster mit Aluminiumplatten abgedichtet. Mit Sorge wurde der Anstieg des Wassers beobachtet. Die Vorgaben waren: 8 Meter sind die kritische Marke, dann wird auch die Brücke überschwemmt. Im Lauf des Tages drängte das schlammige Innwasser bereits in den Garten, eine Entwarnung war noch lange nicht in Sicht. Darum wurde auch beschlossen, das Geländer der Brücke sicherheitshalber abzubauen, damit im Ernstfall das Wasser schnell abfließen konnte. Hochwasserschutzbeauftragter Andreas Asen sicherte die Brücke mit einem Seil, Andreas Paßberger, selbst ehemaliger Schüler half tatkräftig beim Einbau aller Sicherheitsmaßnahmen.

Am frühen Morgen des 5. August sank der Innpegel sehr rasch, und das bedeutete auf jeden Fall erst einmal Entwarnung. Nur galt es jetzt, die Folgen des Wassers im Garten und rund um die Insel zu beseitigen. Als erstes wurde das Brückengeländer wieder montiert, um den Zugang zum Schulgebäude wieder sicher zu machen. Aber dann musste der Schlamm und Sand im Garten möglichst schnell beseitigt werden, wieder eine gewaltige Anstrengung für Konrad Obermeier und seine Familie und für Franz Hamberger. Sehr starke Unterstützung kam allerdings von der Freiwilligen Feuerwehr Vornbach. Die Feuerwehrleute pumpten Wasser aus dem Inn in den Garten und schwemmten den Sand und Schlamm mit einem starken Wasserstrahl zurück in den Inn. Die Elternbeiratsvorsitzende Christine Danböck und ihr Mann Hans sowie Friederike und Franz Hamberger waren stundenlang am Werk, um die Hinterlassenschaften des Inns aus dem Garten, aus den Sträuchern und dem Rasen zu beseitigen. Ein kleiner Bagger von Gartenbauer Harald Leopoldseder leistete wichtige Dienste, vor allem im Bereich des Schlosses, wo sich die Schlamm-Massen bis zu 30 Zentimeter hoch angesammelt hatten.


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