Vertrauen stärken – Mut zeigen – nicht wegschauen

Projekt „pack ma’s“ gegen Gewalt und
für Zivilcourage

Hinschauen und überlegt eingreifen und helfen, wo es notwendig ist, wenn jemand durch Gewalt bedroht wird, ein Gespür entwickeln für das eigene Verhalten im alltäglichen Umgang miteinander und vor allem auch Vertrauen aufbauen und stärken – all das will das Projekt „Pack ma’s“ vermitteln, das in diesem Jahr für die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen stattgefunden hat. Angesprochen und diskutiert wurde dabei auch das unter jungen Leuten immer wieder einmal vorkommende Mobbing, auch in den modernen sozialen Netzwerken. Wichtig ist dabei, Vertrauenspersonen zu finden und sich Hilfe zu holen. Aber auch alle mehr oder weniger offenen Formen von Gewalt wurden angesprochen und mögliches Eingreifen in Rollenspielen wie der „Busfahrt“, bei der es zu einem (gespielten) Angriff kommt, miteinander erarbeitet. Auch das richtige eigene Verhalten wurde ausgiebig trainiert: Wie nahe lasse ich einen anderen Menschen an mich heran, wo gibt es ein klares „Stopp“? Wichtig waren auch Spiele zur Stärkung des eigenen Vertrauens in seine Freunde – etwa der „Vertrauensfall“, wo sich ein Gruppenmitglied „blind“ in die Arme der Gruppe fallen lässt. „Pack ma’s“ will vor allem auch Zivilcourage fördern und junge Menschen in den Schulen zur Gewaltprävention und zum rechten Verhalten in Gefahrensituationen führen. Viele Lehrkräfte an der Neuhauser Realschule haben vor drei Jahren eine eigene Ausbildung als „Zivilcourage-Trainer“ absolviert. Die Aktion wird vom Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverband (BLLV) zusammen mit der Dominik-Brunner-Stiftung durchgeführt. Für die Schülerinnen und Schüler war diese Aktion eine wertvolle Hilfe auch für ihre eigenen Erfahrungen mit offener und versteckter Gewalt, aber auch für einen offenen und vertrauensvollen Umgang im Schulalltag.


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