So spannend kann Geschichtsunterricht sein

Realschüler besuchten die Ausgrabungen in Sulzbach

 „Das war für die Schüler so richtig spannend, denn das war Geschichte nicht nur, wie sie im Buch steht“, stellt Eva Schwarz fest. Sie hatte, wie ihre Kollegen aus dem Fachbereich Geschichte mit ihren Schülern die Ausgrabungen in Höchfelden in der Nähe von Sulzbach besucht. Dort hatten vor einigen Wochen die Mitarbeiter der Kreisarchäologie Passau in einem Maisfeld eine Begräbnisstätte aus dem 7. Jahrhundert freigelegt. Bei den Grabungen stießen sie auf fast vollständig erhaltene Skelette von Frauen und von Kriegern, die mit ihren Waffen beigesetzt worden waren. Zutage traten auch Lanzen- und Pfeilspitzen, Langschwerter (Sax) und Schildbuckel, ebenso Bruchstücke von Kämmen und Ringe.

Für die Realschüler war es spannend, einmal solche Funde wie Schwerter auch einmal in die Hand nehmen zu können, zu sehen, dass all das, was sie von Römern, Kelten und vor allem auch von Bajuwaren tatsächlich noch im Boden zu finden ist und dass die menschlichen Überreste, vor allem die Schädelknochen mit den außerordentlich guten Zähnen noch nach 1 300 Jahren so gut erhalten sind.

Reinhart Baumgartner, Mitarbeiter in der Kreisarchäologie des Landkreises Passau erläuterte den staunenden Schülern die für die frühe Geschichte der Heimat interessanten Funde, die teilweise geborgen und wissenschaftlich untersucht werden sollen. Dass Archäologie nicht langweilig, sondern auch sportlich interessant sein kann, bewies Baumgartner auch mit einem nachgebauten Wurfspeer aus der Altsteinzeit (ca. 12 000 v. Chr.), der einst als Jagdwaffe diente und an dem auch die Schüler ihr Geschick beweisen konnten.


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