Lehrerin mit Leidenschaft und Liebe

Nach 34 Jahren als Lehrerin an der Maria Ward Realschule wurde am Ende des Schuljahrs Brigitte Sitzberger von Schulleiterin Astrid Schmid, den Kolleginnen und Kollegen und am letzten Schultag auch von vielen Schülerinnen und Schülern in den Ruhestand verabschiedet. Im Jahr 1984 war Brigitte Sitzberger an die damalige Mädchenrealschule der Englischen Fräulein als Lehrerin für Deutsch und Geschichte und zeitweise auch für Kunsterziehung in den damaligen 7. Klassen nach Neuhaus gekommen und hat nicht nur den Wandel der Schule, die zunehmende Schülerzahl und die Einführung der sechsstufigen Realschule miterlebt, sondern auch in dieser Zeit durch ihre große Leidenschaft und Liebe für die Schule, die Schülerinnen und Schüler und auch für ihre Unterrichtsfächer das Leben an der Realschule mitgeprägt.

Schulleiterin Astrid Schmid nannte dabei nicht nur die Fähigkeit, Geschichte und die einzelnen Epochen lebendig und sehr anschaulich zu vermitteln, sondern auch die Liebe zur Sprache, zu Literatur und Gedichten, die Brigitte Sitzberger an die jungen Menschen weitergeben konnte. Durch ihre präzise formulierten Aufsatzkorrekturen wurde sie zum Vorbild für manchen Deutschlehrer.

Ihr Organisationstalent bewies die scheidende Lehrerin mit der Gestaltung von großen Ausstellungen zur Werteerziehung und über das Wasser und das Leben am Inn. Mit viel Liebe betreute Brigitte Sitzberger auch die Schülerbücherei, mit der die Deutschlehrerin die Freude am Lesen zu wecken versuchte. „Du hast nicht nur Wissen und Können vermittelt, sondern deine Bildung weitergegeben an andere Menschen, du hast Herz und Charakter gebildet und bist auch immer und überall für deinen Glauben eingestanden“, betonte Astrid Schmid ihrer Rede zur Verabschiedung.

Herzlich verabschiedet wurde Brigitte Sitzberger auch von Fabian Froschhammer und Max Ebner, die für das Lehrerkollegium sprachen und besonders auch die Offenheit, das gegenseitige Vertrauen und den stets guten Rat der scheidenden Kollegin betonten. Der Lehrerchor sang im Abschiedslied: „Sie war Lehrerin mit Herz und Verstand, tröstete und reichte die Hand und hat, wenn es einmal notwendig war, auch geweint und gelacht.“ Die Schülerinnen und Schüler verabschiedeten sich von ihrer beliebten und geachteten Lehrerin am letzten Schultag mit einem tosenden Applaus, der alle Dankbarkeit für eine besondere Lehrerin zum Ausdruck brachte.


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