„Mia samma jetzt durch“ - Abschied von der Schule mit Abstand

Am Ende der Schulzeit an der Maria Ward Realschule stand eine in jeder Hinsicht ungewöhnliche Abschlussfeier für 116 Schülerinnen und Schüler. Alle Prüflinge aus dem Jahrgang 2020 konnten das Zeugnis der Mittleren Reife in Empfang nehmen – nicht direkt aus der Hand von Schulleiterin Astrid Schmid, denn um zur Wahrung der Corona-Vorschriften wurden die Zeugnisse auf einem Tisch bereit gelegt. „Meine Freude ist riesig“, sagte darum Schulleiterin Astrid Schmid, die dennoch ansprechende Feier, an der allerdings nur die Eltern teilnehmen konnten, fand für jede der vier Abschlussklassen getrennt in der Sporthalle statt.

Die Schulleiterin stellte fest: „Mia samma jetzt durch“ steht am Ende der Schulzeit, die zuletzt geprägt war von der Corona-Krise. Und mit dem Realschulabschluss seien die Schülerinnen und Schüler „gefragte Leute“ in den weiteren Schulen, in den Betrieben und Ausbildungsplätzen: „Ihr seid erwünscht, erwartet, hoch respektiert oder gar heiß begehrt.“ Die Schülerinnen und Schüler hätten gezeigt, dass sie mit den Herausforderungen gewachsen, aber in den Zeiten des notwendigen digitalen Lernens hätten sie auch gespürt: Lernen, Unterricht und Schule funktionieren auf Dauer nur im Dasein mit allen Sinnen – sich sehen, sich hören können, sich riechen können, sich anfassen und umarmen. All das hätten die Schülerinnen und Schüler als gute Werte erfahren, die das Leben so „wert-voll“ machen. Als kleines besonderes Geschenk überreichte ihnen Astrid Schmid eine kleine „Hauswurz – semper vivum“ mit auf den Weg: Eine Pflanze als Überlebenskünstler, die karge Zeiten aushält, um dann bei guten Lebensbedingungen voll aufzublühen.

 „Euer Fundament steht. Die ersten Steine sind gesetzt. Der nächste Bauabschnitt wartet schon“ stellte Elternbeiratsvorsitzende Christine Danböck fest und erinnerte an die vielen Baustellen in den vergangenen Schuljahren. „Auch wenn es einmal laut und staubig wird, etwas umgebaut und verändert werden muss, vielleicht auch Pläne neu gezeichnet und Mauern versetzt werden, traut euch und nutzt die Chancen,“ ermutigte sie die Schülerinnen und Schüler: „Eure Eltern werden hinter euch stehen.“

„Mit Sturm Sabine und mit Corona haben wir uns an die Spitze der unvergessenen Jahrgänge katapultiert“, betonten die Schülersprecher Hannah Paßberger, Korbinian Freund und Ludwig Huber. Im Nachhinein betrachtet empfanden die Schüler den Corona-Lockdown auch als wertvolle Hilfe zum selbständigen Lernen und zum Umgang mit neuen Kommunikationssystemen. Mancher Lehrer konnte durch die Hilfe der Schüler jetzt „das Zeitalter des Tageslichtprojektors verlassen“. Hannah Paßberger erinnerte an viele glanzvolle künstlerische und sportliche Leistungen an der Schule und wünschte den nachfolgenden Schülerinnen und Schülern dieses Engagement, sich in die Gemeinschaft einzubringen, „denn das macht das Leben bunt.“


« zurück zur Übersicht