Demokratie braucht Mitwirkung auch junger Leute

„Unterrichtsstunde“ mit Eike Hallitzky in Neuhaus

„Demokratie ist nur so stark, wie alle daran mitarbeiten“ – diese Aufforderung richtete der Landesvorsitzende der Grünen in Bayern Eike Hallitzky an die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen an der Maria Ward Realschule in Neuhaus. Der Politiker war an der Schule zu Gast im Rahmen des „Tages der freien Schulen“, an dem in ganz Bayern politische Mandatsträger „Unterrichtsstunden“ übernehmen, um bei den jungen Menschen Bewusstsein und Verantwortung für die gesellschaftlichen Aufgaben zu wecken und zu fördern. Der in Neuburg am Inn lebende Eike Hallitzky, der von 2003 bis 2013 Abgeordneter im Bayerischen Landtag war und seit 2014 an der Spitze der Grünen in Bayern steht, zeigte an seinem eigenen politischen Werdegang, dass es auch jungen Leuten durch Wachsamkeit und persönliches Engagement möglich ist, gesellschaftliche Strukturen zu beeinflussen und zu verändern. „Ziviles Engagement kann viel bewirken“, betonte Hallitzky im Blick auf seine eigenen Erfahrungen in der Anti-Atombewegung und im Widerstand gegen die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf.

Hallitzky versteht sich und seine Partei als „Taktgeber der bayerischen Politik“ mit klaren Positionen, etwa bei Klimaschutz und Sicherung der Artenvielfalt, aber auch mit dem Willen, langfristige Ziele zu verfolgen. Seine Aufgabe in der Landespolitik an der Spitze von 16000 Grünen in Bayern beschrieb er mit der Führung seiner Partei zu Geschlossenheit, aber auch mit dem Auftrag für Zukunftsverantwortung. „Politik heißt, Zukunft zu gestalten“, und dazu sollten auch junge Leute „sich nicht anstellen bei den Zaghaften, sondern nach vorne gehen“. Stolz zeigte sich Eike Hallitzky auf die konsequente Umweltpolitik seiner Partei und auf die Geschlossenheit der Grünen in ihren politischen Standpunkten.

Die interessiert zuhörenden Schülerinnen und Schüler bekamen auch ausführlich Gelegenheit, engagierte Fragen an den Politiker zu stellen. Klar und sachlich positionierte sich Hallitzky bei aktuellen Fragen etwa nach einem Tempolimit auf Autobahnen, das in den meisten Ländern Europas längst selbstverständlich ist. „Fridays for Future“ bewege sich auf dem fachlichen Bereich aller Wissenschaften und könne so Hallitzky „im Kessel der Politik Dampf erzeugen“. Auf die Frage nach sozialer Gerechtigkeit: Das müsse bedeuten, Armut zu bekämpfen und Reichtum zu beschränken: Niemand sollte sich „nach oben“ oder „nach unten“ aus der Gesellschaft verabschieden. Im Blick auf den Fachkräftemangel sah Hallitzky mittelfristig den Staat in der Verantwortung, entweder mehr Fachkräfte wirklich auszubilden oder sie aus dem Ausland zu holen. Wichtig sei hier auch die Position in der Europäischen Union. Die EU müsse auf Dauer gestärkt in der „demokratischen Ecke der Welt“ stehen. Am Ende dieser spannenden „Unterrichtsstunde“ gab es für Eike Hallitzky von Schulleiterin ein „Zeugnis“ für seinen sachlichen, engagierten und motivierenden Einblick in die politische und gesellschaftliche Wirklichkeit.


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