„Glückliche Folge einer schrecklichen Hochwasserkatastrophe“

Einweihung des neuen Josefshauses
an der Maria Ward Realschule

„Leben und Lachen, Freude und Musik – zieh ein und bleib im neuen Josefshaus“ – mit diesem wahrhaft mitreißenden Lied setzte der Schulchor zusammen mit den „Neuhauser Schlossbläsern“ unter der Leitung von Irmgard Weinmann einen leuchtenden und glänzenden Schlusspunkt unter die Einweihungsfeier des neuen Josefshauses, eines neuen Schulgebäudes an der Maria Ward Realschule in Neuhaus.

Gut zweieinhalb Jahre wurde an dem neuen Schulhaus gebaut, nachdem das bisherige Josefshaus, das rund 150 Jahre als Schulhaus, Internat, Klostergebäude und während des Krieges als Lager für Flüchtlinge gedient hatte, durch das Hochwasser im Juni 2013 schier unrettbar beschädigt worden war. Von den rund 6,5 Millionen Euro, die für den Bau notwendig waren, kam ein Großteil aus der staatlichen Hochwasserförderung, allerdings auch rund 2 Millionen aus Spenden der Malteser Hochwasserhilfe, RTL und des Vereins Sternstunden e. V., die von Anfang an den Bau mit viel Interesse und Hilfsbereitschaft begleitet hatten.

Zur Einweihungsfeier konnte Schulleiterin Astrid Schmid zahlreiche Vertreter aus der Politik begrüßen, aber auch viele Schulleiter aus den benachbarten Schulen, Schwestern der Congregatio Jesu, die einst in Neuhaus gelebt hatten und die Mitglieder des Stiftungsrats der Maria Ward Schulstiftung, allen voran Schwester Franziska Weidinger, die den Schulhaus-Neubau von Anfang an unterstützt hatte und Dr. Andreas Hatzung, den Direktor das Katholischen Schulwerks in Bayern.

Der Neuhauser Bürgermeister Josef Schifferer betonte: „Mit dem neuen Josefshaus wird eine große Tradition in Neuhaus gut fortgesetzt“. Regierungsdirektor Klaus Froschhammer als Stellvertreter des Landrats sprach von einem „wichtigen Baustein für die Schullandschaft“, mit dem die Realschule in Neuhaus „zukunftsfähig gemacht“ worden ist. Dompropst Dr. Michael Bär stellte anerkennend im Blick auf die engagierte christliche Werteerziehung in Neuhaus fest: „Die Schule hat einen hervorragenden Ruf, denn hier wächst Kirche.“

Dr. Hans-Günter Kuhls, der Vorsitzende des Maria Ward Schulstiftungsrats bezeichnete den Bau und die Einweihung des neuen Josefshauses eine „glückliche Folge einer schrecklichen Hochwasserkatastrophe“. Sein Dank galt den zuständigen Dienststellen, die den Neubau ermöglicht hatten, allen voran Regierungsoberbaurätin Barbara Kortmann, die in vielen sachlichen und engagierten Gesprächen das Bauprojekt vorangebracht hatte und auch der Schulleiterin Astrid Schmid für die erfolgreiche Suche nach nicht immer einfachen Lösungen bei der Planung und Durchführung des Neubaus.

Aus Gründen der Hochwassersicherheit wurde der Neubau auf 22 Säulen gehoben und gleichzeitig „geerdet“, erläuterte der Architekt Walter Schwetz. Dadurch entstand unter dem eigentlichen Schulhaus ein großzügiger Aufenthaltsbereich für die Schüler. Durch den Neubau wurde auch der Blick frei auf das altehrwürdige Schloss in einer ganz neuen und bisher nicht dagewesenen Sichtachse. Walter Schwetz überreichte an Schulleiterin Astrid Schmid und Dr. Hans-Günter Kuhls einen symbolischen Schlüssel, der die 2013 fertiggestellte Sporthalle neben dem Schulhausneubau symbolisiert.

 


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