3. Juni 2013 - Jahrhunderthochwasser am Inn

"Es ist der Wahnsinn!" Nicht nur Schulleiterin Astrid Schmid, auch die Lehrer, viele Eltern und Schüler sind schier sprachlos gegenüber der Verwüstung, die das Jahrhunderthochwasser in der Maria Ward Realschule in Neuhaus angerichtet und hinterlassen hat. Der Inn ließ schlimmste Verwüstungen zurück. Das Geländer der Klosterbrücke war durch die Macht des Wassers abgerissen, die Klassenzimmer standen immer noch unter Wasser, der Innenhof des Klosters glich einer Schlammwüste. Sobald das Wasser abgelaufen war, ging es ans große Aufräumen. Der Schulbetrieb für die 675 Schüler sollte schnellstmöglich wieder aufgenommen werden.

Der Schaden beziffert sich laut einer ersten Schätzung auf eine bis 1,5 Millionen Euro. Denn es wird lange dauern, bis alle Räume, die großenteils erst in jüngster Zeit renoviert und neu ausgestattet worden waren, wieder benutzbar sind. Schulküche und die Küche für die Schulverpflegung wurden zerstört, Schulmöbel und Böden sind unbrauchbar geworden.

Schwer betroffen ist auch die ehemalige Klosterkirche. Hier stand das Wasser in den Bänken, der Altar wurde weggeschwemmt, die Möbel in der Sakristei sind mit Schlamm überzogen. Das Ausmaß des Schadens ist noch nicht abzusehen, ebenso in der kleinen ehemaligen Schwesternkapelle. Der Klostergarten gleicht einer Mondlandschaft. Der Schlamm hat sich zu Dünen und zu einem bizarren Gebirge aufgeschichtet.

"Ich freue mich sehr, dass so viele Anrufe kommen, die uns Hilfe anbieten", stellt Schulleiterin Astrid Schmid fest. "Viele Eltern, Schüler und Ehemalige wollen uns helfen", und Hilfe wird sicher noch in nächster Zeit gebraucht werden. Um die Schäden beheben zu können wurden Spenden-Sonderkonten eingerichtet, bei der Raiffeisenbank Unteres Inntal, BLZ 740 615 64, Konto Nummer 400 128 740 und bei der Sparkasse Neuhaus, BLZ 740 500 00 unter der Konto Nummer 303 6533, Stichwort "Soforthilfe Maria Ward Realschule." - wü