Ringen

Ringen ist eine der ältesten Sportarten der Welt - das weiß man. Ringen kommt kaum im Fernsehen - maximal bei Olympia. Ringen wurde um ein Haar aus dem Olympischen Programm genommen - davon hat man vielleicht schon mal was gehört.

Aber Ringen an der Schule?
Ein Wahlfach zu einer Sportart, die grob und ungeregelt klingt, die englische Übersetzung „Wrestling“ dazu, bei der man Männer in Badehosen dabei beobachtet, wie sie sich gegenseitig unter Zuhilfenahme aller Möglichkeiten verprügeln - geht das überhaupt?

Ringen ist eine Zweikampfsportart, bei der es darum geht, seinen Gegner mit beiden Schultern zu Boden zu drücken.

Unter den Kampfsportarten nimmt sie damit eine Sonderstellung ein, denn es geht hier nicht darum, einem Gegner Schmerzen zuzufügen, ihn zur Aufgabe zu zwingen oder ihn KO zu schlagen. Es geht nur darum, das Ziel zu erreichen, den Gegner zu schultern. Gerade aus dieser Einfachheit heraus ist der Sport für Kinder und Jugendliche gut, der faire Zweikampf schult Körper und Geist.

Platon, Aristoteles und Pythagoras sind wohl die bekanntesten Vertreter der Sportart. Sie nahmen an großen Wettkämpfen teil. Platon wollte Ringen für Jugendliche in den Gesetzen verankern. Der Name Pythagoras, unseren Schülern vor allem aus dem Mathematikunterricht bekannt, wird sogar in der Liste der Olympiasieger geführt. Der erfolgreichste Ringer aller Zeiten, Milon von Kroton (sechs Olympiasiege), war Schwiegersohn von Pythagoras.